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Agnes Obel

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Album "Philharmonics" VÖ 22.04.2011

 

Videolink "Riverside"

Videolink "Just So

 

Wer „Just So” in Deutschland hört, denkt dabei sofort an die Fernsehwerbung der Deutschen Telekom. Stimmt ja auch.  Für so viel Medienpräsenz würden manche Künstler ihren linken Arm hergeben. 
Agnes Obel ist aus Kopenhagen und lebt in Berlin. Sie hat an der Universität von Roskilde studiert, eine Stadt, die für ihr Glastonbury-artiges Musikfestival bekannt ist und wo man das großartige Wikingerschiffsmuseum besuchen kann. Ihre Stimme klingt wie die eines Singvogels.

Im Herbst letzten Jahres veröffentlichte sie ihr Debütalbum “Philharmonics”, das sich in kürzester Zeit wahrlich zu einen Phänomen entwickelt hat:8 Wochen auf Platz 1 der dänischen Album-Charts und Doppel Platin ! In Frankreich seit Wochen in den Top 10 inkl. Platinauszeichnung. In Holland und Belgien seit Wochen in den Top 10 und kurz vor Gold. Auch in Deutschland fand das Album in den letzten Monaten viele Fans.

Erinnert „Riverside“ auf magische Weise an „Camping Next To Water“ von Badly Drawn Boy ? Im Anschluss an das instrumentale „Falling Catching“ zieht uns der Song tiefer hinein in die Welt der Agnes Obel. Sie will nicht nachdenklich am Ufer sitzen; stattdessen wird sie eins mit dem Fluss, eins mit den durchscheinenden Sonnenstrahlen im Wasser, der glatten Oberfläche der Kiesel, dem Singsang der Natur.

Pascal Comelade kommt einem in den Sinn, sein Haikus de Pianos, während Agnes‘ Gesang fast ein bisschen aufrüttelt wie der von Rickie Lee Jones auf „Pop Pop“ und etwas weniger klagend wirkt als andere skandinavische Sängerinnen wie Stina Nordenstam oder Ane Brun. Grazil und elegant entzieht sie sich dem Singer-Songwriter-Sog, denn sie kann so viel mehr.

„Ich sehe mich nicht als Klavier spielende Sängerin. Es klingt immer so merkwürdig, wenn mich Leute als Sängerin bezeichnen. Für mich ist Gesang zweitrangig. Die Musik, die Lieder und Melodien stehen im Vordergrund. Ich weiß nur nicht, wie man das nennt…“

„Für mich sind Klavier und Gesang gleich – vielleicht nicht untrennbar, aber sehr verbunden. Man könnte sagen, sie sind wie zwei gleiche Stimmen. Die eine kann die andere begleiten. Hier gibt es keine Hierarchie. Beim Texten und Komponieren setze ich beides ein. Manchmal tausche ich das eine mit dem anderen, dass z. B. das Klavier die Gesangsrolle übernimmt, oder ich lasse sie gegenseitig antworten. Oder es folgt einfach eins aufs andere.“

Einflüsse ?
„Im Moment besteht eigentlich keinerlei Affinität zu niemandem. Ich dachte immer, ich wäre mit Roy Orbison verwandt oder zumindest seiner Musik.“

Und warum?
„Er hat diese Verträumtheit und so viel Gefühl. Wahrscheinlich bewundere ich einfach Künstler/Musiker, die mit ihren Liedern und Melodien eine eigene, unvergleichliche Welt schaffen, etwas Zeitloses und Universelles aus etwas ganz Innigem und Einfachem. Vielleicht ist es das, worauf es mir bei Musik ankommt...“