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Ara Malikian



Ara Malikian  „The Incredible Story of Violin“

Eine mysteriöse Musikreise
Einzigartige Verschmelzung von Klassik, Moderne & Folklore
Trailer zur Tour

LIVE TERMINE

Einer der weltweit bedeutendsten Virtuosen seines Fachs kommt im März/April zur seiner ersten Tournee („The Royal Garage Tour 2019“) nach Deutschland und in die Schweiz.
Der jetzt 49-jährige Violinist Ara Malikian, ein gebürtiger Libanese mit armenischen Wurzeln, der seit über 15 Jahren in Spanien lebt, ist einer der weltweit bedeutendsten Virtuosen seines Fachs.
Nicht nur sein absolutes Ausnahmetalent, sein etwas skurriles Aussehen, seine fantastische Bühnenpräsenz, auch seine einzigartige Biografie ist aktueller denn je. Ara Malikian zeigt mit seiner Geschichte und seiner Violine gerade in der heutigen „Streitkultur“ um Asylsuchende wie er Brücken zwischen den Menschen verschiedenster Nationen und in beide Richtungen zu bauen in der Lage ist, mit Respekt, Liebe und letztlich mit Musik! Gast und Gastgeber, beide Seiten spricht er an, und weiß sehr gut, wovon er spricht.

Über Ara Malikian

Damals, als sich Ara als kleiner Junge im alten Beirut vor den Bomben versteckte, dachte er nicht im Traum daran, dass der Schutzraum für ihn zur Musikschule werden könnte, aus der er als einer der vielseitigsten Violinisten der letzten Jahre hervorgehen würde. Zwischen Bombenangriff und Bombenangriff und inmitten von Schreien, Tränen, Angst und Verzweiflung spielte der hochgewachsene, dünne Junge harmonische Melodien und Symphonien, deren Klänge sich durch die Luftöffnungen des Schutzraumes ihren Weg ins Freie bahnten. Die auf diese Weise befreiten melodischen Klänge strömten durch ganz Beirut und den Libanon und zogen auch nach Armenien weiter, jenes Land, in dem die Vorfahren des Jungen dem Völkermord zum Opfer gefallen waren, den die Türken an den Armeniern begangen hatten. Die unschuldigen Töne verschmolzen mit dem Wind, der wieder und wieder um den ganzen Planeten wehte und die Klänge an jene Orte brachte, an dem Ara Malikians Persönlichkeit später zur vollen Entfaltung kommen sollte. Und so hielten die Klänge in Deutschland und Spanien eine Weile an, um dann über den Ozean zu springen und auch die Mexikaner, Argentinier, Philippinen, Indonesier, Saudi-Araber und Libanesen in ihren Bann zu ziehen und überall da, wo sie vorbeizogen, hinterließen sie eine leuchtende Spur des Friedens, die davon zeugte, wie sehr Ara seinen geliebten Libanon vermisste.  Aus diesem Grunde und weil er schon damals wollte, dass seine Musik bis in den letzten Winkel der Erde bekannt und wiedererkannt würde, packte er im Alter von fünfzehn Jahren seinen Koffer, nahm die alte Geige seines Großvaters Großvaters und wurde zum Weltenbummler. Sein Weg führte in überall- und nirgendwohin, doch es begleitete ihn eine unstillbare Neugierde und eine mächtige Sehnsucht, die Welt zu entdecken, zu lernen und Erfolg zu haben.

Vielleicht war es deshalb, dass er seine Geige, die ihm sein Großvater Krikor geschenkt hatte, als er zur Welt kam, überallhin mitnahm, als wäre sie sein Freibrief. Denn diese Geige war weit mehr für ihn, als nur ein Streichinstrument. Sie war sein Talisman, von dem er sich niemals trennte, denn diese Geige hatte seinem Großvater das Leben gerettet. Ein Freund hatte sie seinem Großvater damals in Armenien geschenkt, damit er sich als Musiker eines Orchesters tarnen konnte. So entging er dem Völkermord, weil seine Verfolger Achtung vor der Kunst hatten und ihn deshalb laufen ließen.

Ara kam schließlich mit seinen wirren Haaren und seiner drahtigen Figur nach Deutschland. Er war noch nicht volljährig und doch hatte der junge Lebenskünstler bereits eine bewegte Zeit hinter sich, in der er sich als Straßenmusiker, in dunklen Kabaretts und als Unterhalter in prunkvollen Häusern seinen Lebensunterhalt verdiente, oder auch in traurigen Bars, wo die teutonische Nostalgie im Bier ertrank, das aus mächtigen Hähnen sprudelte und sich unter luftigen Schaumkronen verbarg, die sich wie flüchtige Träume auftürmten. Auch Ara hing seinen Träumen nach, die sich jedoch als gar nicht flüchtig erwiesen. Mit Anstrengung, Hartnäckigkeit und eisernem Willen, aber auch mit viel Opferbereitschaft,  Stoizismus und  hartem Kampf schaffte er es am Ende zur Berühmtheit.

Für ihn gab es keine Schranken. Der junge Ara machte sich daran, Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch und Arabisch zu lernen, und zwar alle gleichzeitig und auf den Straßen, wo sich die Wörter mit den musikalischen Klängen, die Nebensätze mit den Melodien von Bach und die Deklinationen mit den Harmoniesätzen vermischten. Zwischen Sprachen und Akkorden, Straßenkonzerten und Nachtclubs saugte sich Ara mit klassischer Musik voll, die allein seinen einzigen geistigen Quell darstellte. Schließlich gelang es ihm, immer in Begleitung seines treuen Talismans, der alten Geige seines Großvaters, sich in Hannover niederzulassen, wo er sein Studium der Musik zwischen den großen Legenden Mozart, Vivaldi, Gluck und Paganini und allen jenen, die sich für immer in sein Herz schlichen und ihm von da an zur Inspiration dienten, vervollständigte.

Und dann versuchte er sein Glück auch an anderen Orten und ging immer dahin, wohin ihn sein freier Geist trieb, den nichts weiter als die Musik beschwerte. Er begab sich nach Indonesien, Singapur und Vietnam und in jedem dieser Länder gab er Konzerte, deren Klänge eine so besondere Persönlichkeit auszustrahlen schienen, als wären sie direkt von den Demiurgen erschaffen worden.  Denn Ara verstand auch das Konzept seines Körpers auf der Bühne und die Wirkung seiner Bewegung im Raum, der sehr klein oder sehr groß erscheinen kann und eine Plattform darstellt, auf welcher der Künstler und sein geistiges Werk allein den tausenden von Zuschauern gegenübersteht, die ihn und jede seiner Gesten und Gesichtsbewegungen gespannt beobachten. Und so untersuchte er diesen Raum und lernte ihn kennen und als er ihn zu kennen begann, experimentierte er damit und weil er damit experimientierte lernte er weiter und weil er immer weiterlernte, begriff er ihn endlich. Als er die Bühne schließlich begriffen hatte, macht er sie sich als seinen Raum zu eigen. Er machte die Bühne zu seinem Zuhause und kannte jede Ecke und jeden Zentimeter. Er wusste nun, dass er einmalig und unnachahmbar war, doch bewahrte er sich trotz allem seine ursprüngliche Bescheidenheit. Dies hatten ihn sein Großvater, sein Vater, der Krieg und der Hunger gelehrt.

Dann kehrte Ara für einige Jahre nach Deutschland zurück. Eines abends war er mit einer Freundin zum Abendessen ausgegangen. Als er zurückkam, brannte sein Haus lichterloh. Doch sein einziger Gedanke galt seiner alten Geige, seinem Talisman. Es zeigte sich, dass alles verbrannt war, außer dieser Geige, die durch ein Gesims geschützt geblieben war. Die Geige war gerettet und dem Musiker wurde klar, dass er dorthin zurückmusste, woher er gekommen war, und das war überall auf der Welt.Er blickte nach Süden und überlegte es sich nicht zweimal. Wieder nahm der Weltenbummler seine alte Geige und ging nun nach Spanien. Dort verliebte er sich in Land, Leute und Kultur und so kam es, dass dieser unverbesserliche Nomade schließlich doch Fuß fasste und sesshaft wurde.

Viele Jahre sind vergangen, seit der kleine Junge damals unter dem Bombenhagel schluchzte. Auch seit er sich in Spanien niederließ, sind schon viele Jahre vergangen. Heute ist Ara Malikian der Erfolg sicher, wohin auch immer er sich wendet.Und immer noch reist er rastlos um die Welt und wird wohl nie davon ablassen, als Weltenbummler durchs Leben zu ziehen.  Deshalb ist es, dass seine Seele so rein, offen, weiß und transparent ist. Es ist eine bescheidene und solidarische Seele.

Jedes Mal, wenn wir uns treffen, ergeht sich Ara in unzähligen Anekdoten und erzählt mir von seinen Erfahrungen, die auch für mich auf menschlicher Ebene bereichernd sind. Und dasselbe tut er, wenn er sich an seine Millionen Zuschauer wendet,die ihm Beifall spenden, während er sich noch immer dieselbe Einfachheit bewahrt hat, die ihn als Neuling der Musik in den Luftschutzräumen prägte.
Noch immer sieht er mich mit seinen honigfarbenen Augen an. Sein Blick ist fest, denn er hat nichts zu verbergen und viel zu erzählen.
So ist Ara Malikian, ein meisterhafter Musiker, der in Armut und Bescheidenheit geboren wurde und sich von Großzügigkeit und Weisheit leiten ließ. Ein vollkommener Künstler.

Nicht nur sein Ausnahmetalent, sein etwas skurriles Aussehen, seine spezielle Bühnenpräsenz, auch seine einzigartige Biografie ist aktueller denn je. Ara Malikian zeigt mit seiner ureigenen Geschichte und Violine gerade in der heutigen „Streitkultur“ um Asylsuchende wie er bereits im Alter von 15 Jahren Brücken zwischen den Menschen verschiedenster Nationen zu bauen in der Lage war und ist.

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