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Mirja Boes


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Album „Das Leben ist kein Ponyschlecken“ (VÖ 30.05.2014)

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Bei einem guten Witz kommt die Pointe zum Schluss. Bei den vierzehn Songs auf „Das Leben ist kein Ponyschlecken“ ist das genauso – und der Weg dahin besteht aus gut gelaunten Melodien mit liebevoll erzählten Geschichten aus dem Leben einer Klassefrau und Mutter. Diese musikalische Win-Win-Situation nennt sich Comedy-Pop und kommt von einer Künstlerin, die genau weiß, wie es geht. Auf ihrem im Mai erscheinenden Album präsentiert Mirja Boes Unterhaltung vom Feinsten.

Wie renommiert Mirja Boes ist, stellt keiner so gut unter den Scheffel, wie sie selbst. Drei Deutsche Comedy Preise und acht weitere Nominierungen erklärt sie damit, dass „ich wohl ganz lustig zu sein scheine“ und ihr erstaunliches Portfolio an Talenten, inklusive gefeierten Soloprogrammen seit 2007, quittiert sie mit einem lachenden „demnächst kommen dann Voltigieren und Rhythmische Sportgymnastik dazu.“ Dabei ist Mirja Boes eines ganz klar: Eine extrem erfolgreiche Comedienne, die sich mit „Das Leben ist kein Ponyschlecken“ einen Herzenswunsch erfüllt hat, und uns mit zu ihren künstlerischen Wurzeln nimmt. Angefangen hat das mit der Musik nämlich schon mit ihrer Zeit im Jugendsinfonieorchester und einem Studium an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater. Wegen Stimmbandproblemen muss sie eine professionelle Gesangskarriere zwar zunächst an den Nagel hängen, singt aber bei „Die Fabulösen Thekenschlampen“ leidenschaftlich weiter und widmet sich ihrer anderen großen Liebe: Comedy. Wenn sie also jetzt ein Album veröffentlicht, müssen ihre Fans keine ‚neue Mirja’ befürchten, sondern können sich auf ‚noch mehr Mirja’ freuen. Wo es vorher Stand-up mit Musik gab, gibt es jetzt eben Musik mit Stand-up – nur werden diesmal auch ausgemachte Musikliebhaber auf ihre Kosten kommen, denn Mirja bringt standesgemäß zum ersten Mal eine komplette Profiband auf die Bühne.

Apropos Profis. Für „Das Leben ist kein Ponyschlecken“ hat Mirja sich illustre Künstlerkollegen ins Boot geholt. Mit Frank Ramond gewann sie nicht nur einen kongenialen Texter, sondern gleichzeitig einen erfahrenen Produzenten, der ihr, zusammen mit Routinier Jörn Heilbut, perfekte Songs auf den Leib schneiderte. Maßgefertigt auf den tatsächlichen Alltag von Mirja – einer berufstätigen Mutter von zwei Söhnen – und gleichzeitig die logische Weiterführung ihrer Stand-up-Philosophie, die schon immer mit uneitler Authentizität punktete. Es sind die Beobachtungen der kleinen Dinge, die „Das Leben ist kein Ponyschlecken“ erfrischend unprätentiös machen. In knapp drei Monaten entstanden beinahe-biografische Punktlandungen wie „Britta wär ‘ne bessere Mutti“, „20.000 Worte am Tag“, „Männer sind Jäger“ oder „Schlaflied“, balladeske Schmeichler wie „Liebesbrief“ und „Schenk mir ein Lächeln“ und entwaffnende Volltreffer wie „Kinder, wollt ihr Kika Gucken?“ und „Scheidungshund“, die es allesamt schaffen, sogar nicht ausschließlich lustige Hintergründe elegant zu umschiffen. Wie in „Bei mir zuhause sind schon Drei“, in dem herrlich undramatisch die Überraschung reflektiert wird, mal wieder als Frau und nicht nur als Mutter oder Partnerin wahrgenommen zu werden.

Genauso souverän widersetzen sich auch die Kompositionen jeglicher Genre-Spießigkeit und bedienen sich aus Easy-Listening, Reggae, Disco und Alternative bis hin zu gekonntem Bigband-Sound. „Das Leben ist kein Ponyschlecken“ ist ungenierte, unbeschwerte Unterhaltung wie man sie von Mirja Boes kennt – nur eben diesmal mit Musik. „Ich empfinde dieses Album als eines meiner wichtigsten Projekte überhaupt. Das Größte wäre, wenn sich bei dem einen oder anderen beim Anhören eine kleine Gänsehaut regt – das würde mich sehr stolz machen.“ – Womit dann auch klargestellt wäre, dass man es mit Comedy-Pop verdammt ernst meinen kann.

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