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Scala & Kolacny Brothers


Musik

Album „Circle“ VÖ 26.11.2010

Videolink „Hungriges Herz“
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„Raintears“
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„Schrei nach Liebe“
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„With or without you“
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„Someone New“
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„Use somebody“ LIVE TERMINE

Natürlich könnte man es sich ziemlich leicht machen und alle zwei Jahre einfach nur das Alter der etwa 40 jungen Frauen ein wenig nach oben korrigieren, mit denen die Kolacny Brothers ihre staunenswerten Erfolge feiern. Aktuell liegt es zwischen 16 und 26 Jahren. Dann ließe sich noch vermerken, dass dieser belgische Chor vorwiegend Coverversionen aus Rock und Pop sorgsam entschleunigt und in neuen Klanggewändern auf die Bühne führt. Ebenso natürlich aber wäre das nicht mehr als eine Karteikarte für die Schubladen-Registratur im Plattenladen. Dem 1996 noch unter ganz anderen Vorzeichen als den heutigen gegründeten Projekt würde das jedenfalls ganz und gar nicht gerecht.
Die Geschichte von Scala & Kolacny Brothers ist nämlich wahrhaftig eines der schönsten Märchen der jüngeren Musikgeschichte. Die Brüder Steven, ein klassischer Pianist, und Stijn, ein ebensolcher Dirigent und Chorleiter, haben ihren einst relativ traditionell arbeitenden Chor zu einem mittlerweile internationalen Phänomen gemacht, aus den 18 weiblichen Teenagern ihrer Anfangsjahre ist inzwischen ein wahrer Pool schöner Frauenstimmen geworden, der an die 200 Mitglieder zählt, aber meist mit etwa 40 von ihnen auftritt. Die zündende Idee jedoch kam Steven, dem älteren der Brüder, erst zur Jahrtausendwende, nachdem Scala bereits in ihrer belgischen Heimat zum „Chor des Jahres 1999-2000“ gewählt worden war. Er suchte nach einem eigenen, gänzlich unverwechselbaren Sound, und er suchte nach ihm auf wirklich fremdem Territorium.

So entstand aus der Bearbeitung von Rock- und Popsongs 2002 das Album „Scala On The Rocks“ und wurde binnen Kurzem zum meist diskutierten Musikwerk des Jahres. „Zuerst“, erinnert sich Steven, „waren die Leute mal erstaunt, dann teilte sich das Lager in Liebende und Hassende“. Und dann kamen die ersten Konzerte, nach denen die Hassenden in verschwindend kleiner Minorität übrig blieben. Geben tut es sie natürlich bis heute, die eingeschworenen Fans von Bands wie Nirvana, Rammstein,U2, Metallica oder Depeche Mode haben es generell nicht alle gern, wenn ihre Helden gecovert werden, noch dazu derart fern vom Original.
Das Konzept war in der Tat so simpel wie verwegen, zeitigte aber nicht nur fast ein neues Genre, sondern dessen wachsende Fangemeinde gleich noch dazu. Nach ausverkauften Konzerten in Belgien nämlich war auch die Neugier der Nachbarländer geweckt, und heute ist Deutschlands die festeste Bank von Scala & Kolacny Brothers.

Und die beiden Brüder bewährten sich als gute Strategen. Weil in Belgien überwiegend Flamen ihre Konzerte besuchten, erschien 2003 „Respire“, ein Album mit französischen Rocksongs, für dass man auch mit der Startruppe Indochine kollaborierte. Seither kommen auch die Wallonen in Scala-Konzerte. 2005 folgte mit „Grenzenlos“ das erste Album mit deutschsprachigem Rock und Pop, welches sich hierzulande glänzend verkaufte. Und weil man nicht in die Coverversionen-Falle laufen wollte, erschien 2008 mit „Paper Plane“ ein Album, auf dem es ausschließlich die – ganz vorzüglichen – Kompositionen von Steven Kolacny zu hören gab.

Womit wir endlich beim jüngsten Werk „Circle“ des grenzenlosen Chores wären, das jetzt das Licht der Öffentlichkeit erblicken wird. Auf gleich zwei CDs lassen Steven & Stijn mit ihrem Chor erneut eine verblüffende Kompilation von Rock-Coversongs erklingen, um dann auf der zweiten CD an einige frühere Meilensteine wie „Hungriges Herz“ von Mia, „Last Christmas“ von WHAM oder Radioheads „Creep“ zu erinnern und ihnen dann acht von Steven Kolacny komponierte Titel folgen zu lassen. Sie stellen den überraschendsten Teil des groß angelegten Werkes, denn mit ihnen erweitert das Projekt stilistisch wie soundtechnisch nochmals sein Terrain, was nicht zuletzt auch einem vorsichtig erweiterten Instrumentarium zu danken ist.

Der treue Scala-Fan wird das zu schätzen wissen, sich aber selbstredend auch wieder an den Coversongs von CD 1 delektieren. Sie reichen von Metallicas „Nothing Else Matters“ über Coldplays „Viva La Vida“, Peter Gabriels „Solsbury Hill“, U2s „Bad“, „Use Somebody“ von den Kings Of Leon und Nirvanas „Lithium“ bis hin zu Leonard Cohens „Suzanne“ und der alten Hippe-Hymne „California Dreamin’“ von The Mamas & The  Papas“, um nur eine Auswahl zu nennen.

Der Titel „Circle“ trägt durchaus Symbolcharakter, denn für Scala & Kolacny Brothers schließen sich allmählich gleich mehrere Kreise. Von Coverversionen zu eigenen Songs, von Kirchen zu Rock-Festivals, von Belgien über Deutschland nach Japan und auch in die USA. Überall haben sie ihrer neuen Musik auch neue Hörer gewonnen. So wie der Töpfer aus simplem Ton am Ende Meisterwerke unter seinen Händen entstehen lässt, so nahmen die Kolacny Brothers diesen Chor, hauchten ihm Seele ein und formten seine offenbar unbegrenzten Talente zu einem nicht kopierbaren Ganzen.

Live-Termine

07.07. Dresden – Kulturpalast
17.07. Neubrandenburg – Konzertkirche
15.09. Leipzig – Leipzig Opera

Künstlerhomepage:  www.kolacny.com Close

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